Propellerfrau von Sigmar Polke in der Ausstellung Schatzkammer der Templer

Rorschacherberg, 2. März 2018

Das Kunstwerk Propellerfrau von Sigmar Polke ist in der Ausstellung Schatzkammer von Trésor des Templiers, dem Museum des Templer-Ordens angekommen. Im Jahre 2018 wird sie in der Schatzkammer in Rorschacherberg ausgestellt. Die Verbindung zwischen Kunst und Alchemie wird Sigmar Polke, einem der bedeutendsten Nachkriegskünstler der deutschen Gegenwartskunst nachgesagt.

Hermes_Trismegistos

In seinen Werken verarbeitete Sigmar Polke auch esoterische Themen von Hermes Trismegistos und deutete damit auf die Alchemie in Form seiner ganz eigenen Interpretation hin.
Kunstkritiker bezeichneten Sigmar Polke als Alchemist und Magier der Kunstszene. Einordnungen, die Sigmar Polke selbst damit kommentierte, dass sich Kunst per se jenseits der metrischen Welt in geistigen – magischen Sphären bewegt. Flüchtiges und geistiges wird in der Kunst auf Leinwände und andere Materialien übertragen und für die Nachwelt materialisiert.

Der Maler Sigmar Polke unterhielt seit Mitte der 60er Jahre Verbindung zum altehrwürdigen Templer-Orden und tauschte sich über philosophische Fragestellungen und Themen der Alchemie und Magie in diesem vertrauten Kreis von Eingeweihten aus.

In der Ausstellung „Schatzkammer des Trésor des Templiers“ befindet sich heute das großformatige Original von Sigmar Polkes Propellerfrau, einem Werk des Künstlers aus seiner frühen Schaffenszeit vor 1972, die heute als die wertvollste gilt. Das Werk umgibt eine ganz eigene Mystik und hält sie mit der Aura ihres Malers verbunden.

Templer-Philosophie

Propellerfrau_Sigmar_Polke
Sigmar_polke_Propellerfrau

Polke selbst behielt seine Arbeit „Propellerfrau“ bis einige Jahre vor seinem Tod in seinem Atelier zurück. Den Künstler verband eine besondere mystische Verbindung zu diesem speziellen großformatigen Werk, in welchem er die Mondlandung von der Apollo 11 Mission am 20. Juli 1969 in seinem ganz eigenen Polke-Stil mit der Propellerfrau auf Gardinenstoff verarbeitete. Lediglich im Jahre 1992 wurde die Propellerfrau ein einziges Mal auf der internationalen Kunstausstellung des altehrwürdigen Stedelijk Museum in Amsterdam durch Sigmar Polke präsentiert. Anschließend verschwand die schöne „Galatea“ wieder im Kölner Atelier bei Polke als ihren „Pygmalion“. In der Folge hielt Sigmar Polke sein Werk über 20 Jahre hinweg vor der Öffentlichkeit verschlossen in seinem Atelier in Köln, inmitten seines täglichen Arbeitsplatzes, dem Zentrum seines Wirkens, nahe bei sich. Die Propellerfrau war Angaben von Freunden Polkes zufolge eines seiner Lieblingsbilder.

Nach dem Tod des Künstlers (†2010) wurde das Werk durch den Sigmar Polke Estate in Polkes Werksverzeichnis offiziell aufgenommen und damit die Propellerfrau von Sigmar Polke als dessen Arbeit offiziell bestätigt.

Heute belebt dieses bedeutende Werk von Sigmar Polke das Museum -die Schatzkammer von Trésor des Templiers- in Rorschacherberg in der Schweiz.

Über den Maler Sigmar Polke (1941-2010)

Im Jahr 1963 prägte Sigmar Polke zusammen mit Gerhard Richter und Konrad Lueg, damals alle Studenten der Kunstakademie Düsseldorf, mit ihrem Stil den Begriff des Kapitalistischen Realismus. Die Künstler spielten damit in ironischer Weise auf die nationalistischen Tendenzen des Sozialistischen Realismus an, der damals in der DDR aufkam. Gleichzeitig zeichneten sich Polkes Arbeiten durch eine besonders scharfe Kritik an der aufkeimenden Konsumgesellschaft der Bundesrepublik aus.

Sigmar_Polke

Der Künstler, der Motive aus Alltagskultur und Werbung nutzte, gilt daher als eine Art deutsche Antwort auf die amerikanische Pop Art. Für seine Rasterbilder bediente sich Polke der Technik des Punkterasters, das er grob auflöste – eine Technik, die Roy Lichtenstein populär gemacht hatte. Für seine Gemälde, Druckgrafiken, Skulpturen und Künstlerbücher verwendete Polke auch nicht-traditionelle Materialien wie Ruß, Waschmittel und synthetische Stoffe. Geboren wurde Polke am 13. Februar 1941 im niederschlesischen Oels, im heutigen Polen. Nach Kriegsende floh seine Familie erst nach Thüringen und siedelte 1953 dann nach Düsseldorf über. Polke verstarb am 10. Juni 2010 im Alter von 69 Jahren in Köln.

Weitere Informationen und eine Filmreportage über die Museums-Ausstellung im Jahre 2018 in der Schatzkammer von Tresor des Templiers finden Sie auch unter der Website:  www.propellerfrau.com

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